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Finanzlexikon: schoepferische-zerstoerung

schoepferische-zerstoerung

Die Schöpferische Zerstörung ist ein Begriff aus der Ökonomie der von Joseph Alois Schumpeter geprägt wurde.

Die Kernaussage lautet in etwa: Jede ökonomische Entwicklung baut auf dem Prozess der schöpferischen bzw. kreativen Zerstörung auf. Durch die Zerstörung von alten Strukturen werden die Produktionsfaktoren immer wieder neu geordnet. Die Zerstörung ist also notwendig, damit Neuordnung stattfinden kann.

Auslöser für die schöpferische Zerstörung sind Innovationen, die von den Unternehmern vorangetrieben werden mit dem Ziel, sich auf dem Markt durchsetzen zu können.

Diese Begriffsbildung bei Schumpeter stammt aus dem siebenten Kapitel seines Buches

Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie (Original: Capitalism, Socialism and Democracy, Harper & Brothers, New York 1942)

Die entsprechende Überschrift des Kapitels lautet dort:

Der Prozeß der schöpferischen Zerstörung

Und der im Zusammenhang mit dieser Begriffsbildung stehende Text:

"Die Eröffnung neuer, fremder oder einheimischer Märkte und die organisatorische Entwicklung vom Handwerksbetrieb und der Fabrik zu solchen Konzernen wie dem U.S.-Steel illustrieren den gleichen Prozeß einer industriellen Mutation - wenn ich diesen biologischen Ausdruck verwenden darf -, der unaufhörlich die Wirtschaftsstruktur 'von innen heraus' revolutioniert(2), unaufhörlich die alte Struktur zerstört und unaufhörlich eine neue schafft.

Dieser Prozeß der "schöpferischen Zerstörung" ist das für den Kapitalismus wesentliche Faktum. Darin besteht der Kapitalismus und darin muß auch jedes kapitalistische Gebilde leben."

(2) "Diese Revolutionen sind nicht eigentlich ununterbrochen; sie treten in unsteten Stößen auf, die voneinander durch Spannungen verhältnismäßiger Ruhe getrennt sind.

Der Prozeß als ganzer verläuft jedoch ununterbrochen - in dem Sinne, daß immer entweder Revolution oder Absorption der Ergebnisse der Revolution im Gange ist; beides zusammen bildet das, was als Konjunkturzyklus bekannt ist."

Der Begriff Zerstörung taucht als Überschrift im o.g. Buch im zwölften Kapitel nochmals auf:

12. Kapitel: Bröckelnde Mauern

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